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Bernstein: Bush lügt wie kein Präsident zuvor

Carl Bernstein deckte zusammen mit seinem Kollegen Bob Woodward und dem Informanten Mark Felt die Watergate-Affäre um Präsident Richard Nixon auf.

Der Mann hat also Erfahrung mit lügenden und betrügenden Regierungen.

Nun relativierte er seine Erfahrung mit Nixon und erklärte, dass die “Öffentlichkeitsarbeit” der Bush-Administration die Verlogenheit aller anderen US-Administrationen übertreffen würde:

“‘Die Bush-Administration spielt in einer ganz anderen Liga was Disinformation, Fehlinformation und Unwahrheiten angeht - da ist der Wille zu lügen, im Oval Office, im Büro des Verteidigungsministeriums, im Büro des Vizepräsidenten, der Vizepräsident selbst - das ist etwas das ich noch nie indiesem Ausmaß erlebt habe’.

Bernstein verglich Nixons Vertuschung seiner illegalen Aktivitäten mit dem ‘Unwillen (von Bushs Weißem Haus), die Wahrheit zu sagen, sowohl kontextabhängig als auch was grundsätzliche Fakten angeht. Diese Haltung Bushs sollte eigentlich Menschen aller politischen Strömungen beunruhigen.

Dieser Präsident legt eine Unehrlichkeit und Verschleierung an den Tag, die schon Nixonesque ist was seine Entschlossenheit beim Manipulieren der Presse, beim Manipulieren der Wahrheit angeht. Wir sind in einen Krieg gezogen auf Grund von Fehlinformationen, Disinformationen und glatten Lügen.

Das ist die wirkliche Story, und das ist die Story die die Presse hätte schreiben sollen’.”

DaRockwilda

Dieser Eintrag wurde am Sonntag, den 18. Februar 2007 von DaRockwilda geschrieben und in die Kategorie Internationale Politik eingeordnet. Du kannst alle Kommentare zu diesem Artikel mit dem RSS 2.0 Feed beobachten. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder durch einen Trackback auf diesen Artikel verlinken.
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Kommentar von Lifestyle am 18. Februar um 15:02 Uhr

Damit könnte er nicht unrecht haben!
Ich gehöre zwar wirklich nicht zu den leuten die jemanden nur weil sie ihn nicht mögen kritisieren. ganz im gegenteil, in vielen dingen bin ich mit der politik von bush einer meinung und persönlich geht es mir alles noch garnicht weit genug.

die frage die sich aber stellt, darf eine meinung auch wen man noch so sehr dafon überzeugt ist mit lügen durchgesetzt werden.
und eines scheint mittlerweile auch bei den bush befürwortern durchgesickert zu sein. bush lügt nicht nur sondern ist auch zu tiefst skrupellos.
egal wie man zur gewallt steht, so etwas wie guantanamo darf es in unserer geselschaft nicht geben.

ich sehe das zwar ähnlich wie den fall wo hier in deutschland ein polizist einen mutmasslichen entführer mit der folter berdoht hat.
der polizist hat als mensch meinen allerhöchsten respekt.
nur als polizist mußte er bestrafft werden!
nur wenn wir sicherstellen das solches verhalten unter keinen umständen geduldet wird, können wir sicher sein das solches verhalten nicht von kranken und perversen zur befriedigung ihrer eigen lust ausgeübt wird.

bush schadet letzten endes seinen feinden genau wie seinen anhängern.

die frage muß also erlaubt sein ob bush überhaupt weiß was er tut!

Kommentar von DaRockwilda am 18. Februar um 17:42 Uhr

@Lifestyle:

Würdest du dann auch sagen, dass in den USA noch ein sehr verstäkrtes Schubladendenken herrscht, was jede politische Problematik in “liberal vs. conservative” aufteilt und der eigenen Mannschaft grundsätzlich Recht tut?

Das wäre zumindest für mich eine (von mehreren) Gründen dafür, warum Repulikaner sich nicht stärker gegen Bush wehren.

Kommentar von Lifestyle am 19. Februar um 17:09 Uhr

“Würdest du dann auch sagen, dass in den USA noch ein sehr verstäkrtes Schubladendenken herrscht,”

Ja, das würde ich!
Das gleiche gillt aber auch für unser Land!
Sowohl die beführworter wie die Gegner denken in Schubladen so das nur selten eine ordentliche Diskussion zustande kommt von der man geistig profitieren könnte.
Den Meinungen müssen gebildet werden und das geht leider sehr schlecht wen man überlegungen nur aus dem eigenen Sud anstellen kann und die gegner nur Parolen schreien.

Es gibt sicherlich 1000 gute Gründe weshalb man eine Politik von Bush (mal grundsätzlich) befürworten oder ablehnen kann.
Damit meine ich jetzt nicht Guantanamo denn hier bewegen wir uns wohl grundsätzlich aussehalb aller tollerierbaren Masstäbe.
Doch habe ich in der ganzen Zeit seit der Ära Bush nur sehr selten Diskussionen verfolgen können wo nicht einfach nur mit vermeintlichen Todschlagargumenten und Parolen anstatt mit mitteln einer demokratischen Meinungsbildung agiert wurde.
Und das gillt, rein subjektiv, leider für die eine wie für die andere Seite!

Kommentar von DaRockwilda am 19. Februar um 17:37 Uhr

@Lifestyle,

mit dem “verstärkt” wollte ich auch sagen dass dieses Schubladendenken ja auch hier vorhanden ist, da hast du völlig Recht, nur vielleicht nicht so ausgeprägt.

Da du grundsätzlich die Politik von Bush unterstützen kannst, wen würdest du denn als besseren Vertreter einer solchen Politik (also ohne die Lügen etc.) sehen?

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